FAQ - Häufige Fragen

Wie sind die Menschen untergebracht und wie werden sie betreut?

Die Asylsuchenden sind als Familienverbände in einzelnen Zimmern untergebracht, in besonderen Fällen vergeben wir nach Möglichkeit ein Einzelzimmer. Gekocht wird in den Gemeinschaftsküchen, die gleichzeitig ein Ort der Begegnung und des Austauschs sind. In unserer täglichen Arbeit fordern wir Selbstverantwortung und fördern die Selbstständigkeit der Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Der Umgang mit Menschen mit unterschiedlichem Background, anderen Sprachen, Religionen und schlimmstenfalls Traumatisierungen erfordert viel Feingefühl, Konsequenz und Geduld. Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sprechen mehrere Sprachen und gehen einfühlsam und kompetent auf jeden einzelnen ein.

Gibt es Gewalt in den Einrichtungen?

Wo viele Menschen zusammenleben, kann es mitunter auch zu Konflikten und Zwischenfällen kommen. Durch eine umfassende Betreuungsarbeit und Prävention versuchen die Betreuerinnen und Betreuer allerdings, Konflikten schon im Vorfeld vorzubeugen. Sollte es dennoch zu Zwischenfällen kommen, arbeiten wir eng mit Polizei, Jugendämtern und Beratungsstellen zusammen.

Woher kommen die Flüchtlinge?

Der Großteil der Menschen, die in unseren Einrichtungen leben, ist aus Krisengebieten geflohen, darunter viele Syrer, Afghanen, Iraker und Pakistaner.

Wie lange leben die Menschen in den Einrichtungen?

Die Dauer des Aufenthalts in unseren Heimen variiert von Fall zu Fall und richtet sich danach, ob dem Asylantrag stattgegeben werden kann. Manche Asylsuchende haben innerhalb von wenigen Wochen den Anhörungstermin und bekommen innerhalb weniger Wochen Bescheid über die Entscheidung. Andere müssen, oft ohne ersichtlichen Grund, monatelang warten.

Warum werden manche Bewohner/-innen verpflegt und andere kochen selbst?

In der Phase des Ankommens erhalten die Bewohner/-innen von uns alles, was sie zum Leben brauchen. In den ersten drei Monaten sind sie „Vollversorger“, d. h. sie erhalten von uns Verpflegung und Hygieneartikel. Wenn sie nach drei Monaten weiterhin bei uns wohnen, wechseln sie in den Status "Selbstversorger" und kochen in den von uns zur Verfügung gestellten Küchen.

Worin unterscheiden sich Notunterkünfte von Gemeinschaftsunterkünften?

Gemeinschaftsunterkünfte sind Wohnobjekte, die ausschließlich für die Unterbringung von Flüchtlingen errichtet wurden. Die Familien organisieren ihren Tagesablauf weitestgehend selbstbestimmt und haben die Möglichkeit, sie selbst zu verpflegen. Für diese Art von Objekten gelten feste Qualitätsstandards für den Bau, Betrieb und das eingesetzte Personal.
Notunterkünfte sollen diese Qualitätsanforderungen idealerweise ebenso erfüllen, jedoch sind sie baulich oft nicht für die dauerhafte Unterbringung von Personen geeignet und daher als Übergangslösung zu betrachten.

Warum dürfen Anwohner bei der Eröffnung neuer Flüchtlingsunterkünfte nicht mitbestimmen?

Das Land Berlin ist gesetzlich zur Unterbringung von Asylsuchenden verpflichtet. Aufgrund des aktuellen Unterbringungsnotstands können Objekte auch sehr kurzfristig als Unterkünfte hergerichtet werden. Selbstverständlich sind alle Beteiligten daran interessiert, die Nachbarschaft möglichst früh mit einzubeziehen und zu informieren.

Wie steht es mit der Sicherheit im Haus und in der Umgebung?

Die Bewohnerinnen und Bewohner sind zu keiner Zeit auf sich allein gestellt. Auch nachts ist ein Pförtner zugegen, der regelmäßige Rundgänge im und um das Objekt macht und zu jeder Zeit ansprechbar ist.

Ist es sinnvoll, dass Unternehmen staatliche Aufgaben übernehmen?

Die Gierso Boardinghaus Berlin GmbH hat dieselben Ziele und Vorgaben wie Hilfswerke und gemeinnützige Organisationen. Wir sorgen dafür, dass Asylsuchende in unseren Einrichtungen rund um die Uhr gut betreut werden. Somit übernehmen wir eine Dienstleistung im Auftrag der Berliner Verwaltung, welche diese nicht selbst und vor allem nicht auf vergleichbar professionelle und flexible Weise erbringen kann. Die Asylsuchenden profitieren von unserer langjährigen Erfahrung im Bereich der Flüchtlingsunterbringung, flachen Hierarchien und kurzen Dienstwegen. Zu unseren Grundsätzen gehören ein hohes Maß an Menschlichkeit und Empathie gegenüber den Bewohnerinnen und Bewohnern, aber auch die Wirtschaftlichkeit. Das fordern auch die Auftraggeber von der GIERSO ein. Grundlagen bilden also Gesetze, Vorgaben der Auftraggeber und die immer anspruchsvoller werdenden gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.

Werden die Objekte regelmäßig kontrolliert?

Ja. Es finden sehr regelmäßig (auch unangemeldete) Begehungen und Kontrollen z.B. vom Landesamt für Gesundheit und Soziales, Bezirksamt oder Gesundheitsamt statt.

Gibt es auch interne Qualitätskontrollen?

Durch die Aufteilung der Leitungsebene innerhalb des Unternehmens in Qualitätsmanagement / Verwaltungsleitung, Öffentlichkeitsarbeit / Soziale Leitung und Technische Leitung kann ein reibungsloser Ablauf innerhalb der Objekte und eine konstante Überwachung der Qualitätsstandards gewährleistet werden.


Bei weiterführenden Fragen zögern Sie nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen.